Im Zentrum des Lärms

Seit einiger Zeit bin ich hier nun also wohnhaft. Auf den ersten Blick ist es ein kleiner, fast schon verträumter Ort in einem Tal, durch das die Fulda fließt. Aber in Wahrheit liegt dieses Tal zwischen mehreren Autobahnen, was mit der richtigen Windrichtung mehr als deutlich wahrzunehmen ist. Um ein stilles Plätzchen zu finden, muss man sehr, sehr weit fahren, jedoch nicht in den Norden, denn dort kommt dann eine der hässlichsten und stressigsten Städte, die ich je kennenlernen musste.

„Im Zentrum des Lärms“ weiterlesen

Diskussion beendet

Erst einmal liegt hier alles auf Eis. Die neue EU-Zensur-Verordnung schmeißt nicht nur Unternehmen Knüppel zwischen die Beine, sondern auch kleineren Seitenbetreibern.

Ein erster Schritt von mir ist es daher, die Seite so anzupassen, dass keinerlei Daten unnötig erfasst werden. War das zuvor der Fall? Nein, eigentlich auch nicht. Dennoch habe ich jetzt die Kommentarfunktion unter den Beiträgen entfernt, da diese ein, zwei Daten abgefragt hat, um sicherzustellen, dass nicht alles dichtgespamt wird.

Auch das Fotografieren am Spielfeldrand ist nun nicht mehr ohne Weiteres möglich. Wenn ich es richtig verstanden habe, muss ich in der Theorie zu jedem auf einem Bild abgelichteten Menschen gehen, von diesem ein Einverständnis einholen und (m)eine Datenschutzerklärung aushändigen.

Wird es weiterhin Schnappschüsse vom Spielfeldrand von mir geben? Die Antwort ist: Ja. Denn die Spielgemeinschaft Dennhausen/Dörnhagen – die nun, nach meinem Umzug nach Hessen, zu meiner Heimmanschaft wurde – hat sich bereits mit der Thematik auseinandergesetzt und Konzepte erarbeitet.

Ich sehe das ähnlich wie mit der Energiegewinnung, hätte man schon immer auf regenerative Energien gesetzt, gäbe es keine Energiewende und auch keinen Aufschrei. Hätte von man von Beginn des Web 2.0 auf den Datenschutz geachtet und wäre es üblich gewesen, hätte man nun nicht so viele Probleme. Das Unfaire an der Sache sind dann jedoch die Privilegien, die manche dadurch genießen, die nicht eingeschränkt werden. Doch, dass es zwei (oder mehr) Klassen gibt, ist wohl hinlänglich bekannt.

Maasgeblich

Es kommt mir so vor, als wäre mit dem NetzDG in Deutschland ein neues Zensurgesetz  auf den Weg gebracht worden, das private Unternehmen dazu befähigt, über das Recht der Meinungsfreiheit zu entscheiden.

Die Idee dahinter scheint zu sein, die Bevölkerung in den sogenannten „Sozialen Medien“ vor Hass und Hetze zu schützen. Dabei werden schnell Posts auf Facebook, Tweets auf Twitter und Videos auf YouTube entfernt. „Maasgeblich“ weiterlesen

Ich und so.

Inzwischen bin ich so alt, ich könnte Chef der Jusos sein. Diese Aussage ist nicht zufällig gewählt, denn der aktuelle Vorsitzende Kevin K. ist genauso alt wie ich.

Ganz im Gegensatz zu ihm bin und war ich nie politisch aktiv, war nicht mal im Geringsten daran interessiert. Als Kind war ich intuitiv diesen Bereichen verschlossen, was mir besonders während der Schulzeit – das ist ja noch mal ein Thema für sich – schlechte Zensuren in den Fächern Wirtschaft-Politik und Geschichte einbrachten. „Ich und so.“ weiterlesen

Ich bin dann mal weg…

„Ich bin dann mal weg“, das ist auch der Titel von Kerkelings Geschichte über seine Pilgerreise.

Pilgern werde ich nun nicht, dennoch mache ich mich auf den Weg. Vor mir steht eine Reise, auf der ich vielleicht auch etwas mehr zu mir finden kann. Das Ziel steht – zumindest was die Örtlichkeit betrifft – fest. Eine Rückkehr ist per se zwar nicht auszuschließen, doch vorerst sollte diese ausbleiben.

Um es auf den Punkt zu bringen: Ich ziehe um. Ich ziehe weg. Raus aus dem Norden Deutschlands ins Herz, in den Norden Hessens. Diese Mitteilung kommt für viele sicherlich überraschend, der Entschluss selbst wurde auch sehr spontan getroffen. Bisher gibt es aber auch nur leichte Zweifel daran.

Ich war nie wirklich gefangen, die Tür stand mir offen und es mangelte scheinbar an nichts. Dennoch ziehe ich den Vergleich mit dem goldenen Käfig gern, der mich dennoch irgendwie von vielem abhielt, aber auch vor vielem bewahrte. Doch irgendwann ist es nun mal an der Zeit, dass der Vogel fliegen lernt, auch wenn er damit auf die Schnauze fällt.

Zu einem großen Teil werde ich Sicherheit aufgeben, um mehr Freizeit zu (er)leben.

Die Zeit wird zeigen, wie sich alles entwickelt. Zum aktuellen Zeitpunkt muss ich euch leider die „bittere Pille“ verabreichen, denn dies bedeutet, dass es künftigt* keine Spielberichte und auch keine Fotos mehr vom lokalen Fußball geben wird. Auch meine Position im Vorstand des Vereins wird frei und muss, bitte männlich, neubesetzt werden. Als Webmaster werde ich ihm jedoch erhalten bleiben, denke ich.

Doch wie geht es hier nun weiter? Konkret kann ich diese Frage nicht beantworten. Vielleicht wird diese Seite, dieser Blog dafür von mir genutzt, um Gedanken zu teilen, allgemein oder speziell in Sachen Umzug und den Dingen, die mir dabei widerfahren – vielleicht geht es auch etwas mehr in Richtung Gaming und Streaming. U.U. stirbt diese Seite aber auch, das kann ich ebenso wenig ausschließen.

Jedenfalls möchte ich euch eines schon mal sagen: Vielen Dank für die gemeinsame Zeit!

Gruß S.A.

PS. schon heftig für den ersten Beitrag des Jahres, ich weiß

———————————————————————————————–

*zuletzt blieben diese ja leider aufgrund mangelnder Motivation sowieso schon aus

Kurz mal reingeBOBt

Ein geschenkter Sieg zum Saisonauftakt beförderte die Rückkehrer direkt an die Spitze der Kreisklasse A.

Nachdem der SG BOB Eiderkanal der Klassenerhalt in der Kreisliga nicht gelang, ist sie nun zurück in der Kreisklasse A. So wie man über den Abgang einiger Spielerinnen traurig sein kann, so darf man sich aber auch über neue Kräfte für diese Saison freuen.

Im ersten richtigen Spiel gegen den TSV Bordesholm sah das Ganze noch etwas unrund aus. Am Ende gewinnt die Gastmannschaft knapp und riskiert dabei sogar eine blutige Nase (eher unfreiwillig).
„Kurz mal reingeBOBt“ weiterlesen

Saisonstart 17/18

Mit einem klaren 4:0 gelang dem SV Grün-Weiß Bovenau ein erfolgreicher Start in die neue Saison. Zu Gast war der SV Holtsee, gegen den man zuletzt zwei Jahre zuvor punkten konnte, daher hatte man schon ein wenig Respekt vor diesem Gegner.

Das Spiel lief fair und gesittet ab, was man aus der untersten Kreisklasse auch anders kennt, und der sanierte Rasenplatz konnte sich im Schein der Sonntagssonne, die sich bis zum Spielbeginn eher bedeckt hielt, echt sehen lassen.

Papier

Papier? Wer schreibt denn noch auf Papier? Womöglich auch noch per Hand?! Absurd!

Tja, ich mach das. Ich mach das auch ganz gerne. Während meines Studiums war ich nicht der Einzige, doch waren wir „analogen“ Menschen in der Minderheit. In den Vorlesungen sah man viele, die ihre Laptops aufgeschlagen hatten und darauf tippen, andere fotografierten die Präsentationen und Aufzeichnungen einfach mit ihren Smartphones ab.

Sicher gibt es auch Nachteile, wie überall herumflatternde Zettel oder Unleserliches, weil man mal etwas schneller schreiben musste oder der Stift am Ende war. Doch darauf will ich gar nicht hinaus.

So mancher Nachteil stellt sich nämlich auch als Vorteil heraus. Gedruckte Bücher kommen oft den aktuellen Geschehnissen nicht nach, Korrekturen können an ihnen (sobald im Umlauf) nur unmöglich durchgeführt werden. Und so hat man in der Hand, was man in der Hand hat.

Im Internet sieht es anders aus. Das Netz ist im Wandel. Wenn etwas „falsch“ ist, kann es bearbeitet oder gelöscht werden. So bleiben schleichende Anpassungen wahrscheinlich unbemerkt. Doch auf (dem) Papier ändert sich nichts.