Vom Winde verweht

Nicht nur die beiden Mannschaften hatten mit dem starken Seitenwind zu kämpfen.

Für Grün-Weiß Bovenau und Eider Büdelsdorf war bereits dieses Wochenende das Ende der Winterpause. Das Spiel hätte schon im letzten Jahr stattfinden sollen, wurde dann aber auf den 1. März verlegt.

In der Zwischenzeit verabschiedete sich Jan Einfeldt aus Bovenau und läuft künftig für den Rendsburger TSV auf. Trotz dessen Weggang kommt Bovenau gestärkt aus der Winterpause: Mit Moritz Struck (inzwischen der dritte Struck in der Mannschaft), Hauke Westphal und Timo Hinrichs wurden drei starke Neuzugänge begrüßt, die heute erstmals aufliefen. Ebenso war es für Antoni Carlsen das erste Bovenauer Heimspiel.

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Schauen der gelben Karte hinterher…

Eider präsentierte sich in der ersten Halbzeit deutlich offensiver als die Gastgeber. Die wenigen Chancen der Bovenauer kamen meist über glückliche und/oder weite Pässe zustande und leider nicht aus dem Aufbauspiel heraus. Bevor das erste Tor fiel, begann Eider schon mal mit dem Sammeln der Karten. Dabei blies der Wind dem Schiedsrichter die Karte aus der Hand.

Es war der dritte eingenetzte Ball, der Eider in der 41. Minute in Führung brachte. Zuvor wurden zwei Torchancen wegen Abseits abgepfiffen.

Das späte Erwachen fand in der zweiten Halbzeit statt: Die Bovenauer präsentierten sich offensiver, aber auch die Büdelsdorfer ließen sich nicht von ihren Angriffen abbringen. So musste Markus Liebsch, der für die „Abwehrwand“ Malte Struck eingewechselt wurde, seinen Mann stehen und wurde für das unsanfte Ausbremsen vom angreifenden Gümüshan mit der gelben Karte belohnt.

Die nächste gelbe Karte ließ nicht lange auf sich warten. Denn bevor Hauke Westphal am letzten Mann vorbei war, wurde er von diesem im Sechzehner gestoppt, der dafür gelb sah. Den anschließenden Strafstoß verwandelte Timo Hinrichs in der 63. Minute souverän. Gleichstand in Toren, doch Eider führt noch mit einer gelben Karte.

BoEi_T2Bovenau-Coach Valakovics hätte seine Asse etwas früher aus dem Ärmel schütteln sollen, denn als das Quartett bestehend aus Westphal, Hinrichs, Mo. Struck und Carlson vollständig war, hatte Eider schwer zu kämpfen. In der 77. Minute sprang der Ball vom Innenpfosten des Büdelsdorfer Keepers aus dem Tor, anstatt hinein.

Verärgert darüber, dass die Büdelsdorfer in der 84. Minute ein Tor nach Abseitsstellung schießen durften, erhielt Torwart Orwat ebenfalls eine gelbe Karte.

Die letzten Spielminuten nutzte Eider dafür, mal wieder Karten zu sammeln: Dreimal musste der Unparteiische den Karton für die Büdelsdorfer zücken. Dass sogar Trainer Ilhan gelb sah, dafür, dass er auf den Platz gelaufen ist und daraufhin fast zwei Minuten lang mit dem Schiedsrichter diskutieren (und damit das Spiel unnötig in die Länge ziehen) musste, deutet klar daraufhin, dass die Büdelsdorfer beim nächsten Training vielleicht mal etwas die Fußballregeln lernen sollten. Grundlos stehen sie ja wohl jedenfalls nicht auf dem vorletzten Platz der Fairness-Tabelle.

Am Ende fehlte den Gastgebern schlichtweg die Zeit. So konnte sich FT Eider Büdelsdorf mit 1:2 gegen Grün-Weiß Bovenau durchsetzen und rutscht zunächst auf den 2. Tabellenplatz.

4 Antworten auf „Vom Winde verweht“

    1. Ein sehr guter Hinweis, Pimo!

      Die letzte Aktion des Spiels war eine Ecke für Grün-Weiß Bovenau. Um den einen Punkt noch einzufahren, begab sich sogar Torwart Orwat vors gegnerische Tor – ausgerechnet er war es auch, der an den Ball gelangte und ihn wenige Zentimeter über die Latte köpfte. Welch ein grandioses Ende wäre das geworden?

  1. Lustiger Bericht 😀
    Lieblingsthema Karten 😀
    Beim Blick auf die Fairnesstabelle sehe ich Bovenau auf Platz 12 (von 13) 😀
    Der Trainer war zu diesem Zeitpunkt Spieler 😀 (besser Aufpassen)

    1. Hallo Helge 🙂

      Die aktuelle Platzierung in der Fairness-Tabelle beweist doch, dass FT Eider „Kritik“ beherzigt und an sich arbeitet, womit der Ausstieg auch gerechtfertig ist.

      Ja, selbstverständlich war der Trainer zurselben Zeit auch Spieler. Oder bekommen Trainer, die nicht spielen, auch Karten?

      Es war am Ende halt überdeutlich, dass auf Zeitspiel gesetzt wurde – koste es, was es wolle! 😀

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