(k)ein Happy End

Im letzten Saisonspiel, in dem es um gar nichts mehr ging, außer vielleicht die Ehre, weil die Tabellenpositionen fix waren, traf die SG BOB Eiderkanal zu Hause auf die Mannschaft des TSV Borgstedt. Allein die Niederlage gegen den Fockbeker FC beschmutze die weiße Weste der Gäste, was die BOBs unbedingt ändern wollten.

Doch es sah ganz anders aus, als man es von den BOBs kannte. Mit Borgstedt hatten sie plötzlich einen richtigen Gegner. Man merkte schnell, dass der TSV nicht grundlos Tabellenführer war. Bereits in der 1. Spielminute wurde es schon eng, doch fiel das Tor, nach weiteren Chancen, erst in der 27. Minute durch die Torjägerin Janina Blessmann (31 Tore in dieser Saison). Mit einem hohen Ball über Torhüterin Milena Bock gelang Lydia Podsadny in der 38. Minute das 0:2.

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Zu Beginn der zweiten Halbzeit machte der TSV gleich wieder Druck, bis die BOBs an der Reihe waren. Allerdings bekamen sie die Pille nichts ins Tor, lediglich einige Ecken konnten sie herausschlagen.

Es waren noch zwanzig Minuten zu spielen, als Trainer Richter eine Spieler anwies, den ins Aus kullernden Ball nicht zu stoppen. In Osterrönfeld ist das so eine Sache, wenn der Ball vom A-Platz rollt, ist er immer fast am anderen Ende der Sportanlage. So toll die neue Anlage auch aussehen mag, das ist – wie man es in der Computersprache nennen würde – noch ein Bug, den es zu fixen gilt. Na ja, jedenfalls drückte Schiri Kuhlmann seine Enttäuschung mit den Worten: „Mensch, Frank, was soll das? Hast du’s jetzt schon nötig auf Zeit zu spielen?“ aus.

Vier Minuten vor Schluss erhöhte Magdalena Gassios auf 0:3 und rastete danach völlig aus (ebenso die komplette Borgstedter Mannschaft).

Im Anschluss ans Spiel gab es noch die Meisterehrung. Die Borgstedter hatten sich extra T-Shirt angefertigt, auf deren Vorderseite man „MEISTER 2015 – Was sind wir?“ und auf der Rückseite „Nicht NETT!“ sowie all die Namen lesen konnte.

Mit der letzten Niederlage endete so also eine erfolgreiche erste Saison der SG BOB Eiderkanal. Für den zweiten Platz und tolle Leistungen in den Spielen kann man Marc Feulner und seinen Mädels nur gratulieren. Glückwunsch! Weiter so 🙂

Kleine Anmerkung: Das Wetter war echt beschissen. Brennender Sonnenschein, eisiger Wind, Regen gemischt mit Hagel und sogar Sonnenschein mit Regen. Am Ende war es sogar richtig stürmisch…