Handynutzung?

Man sitzt irgendwo, man zückt das Telefon und schaut nur mal eben Nachrichten, Mails, oder auch mal auf Facebook, was es so neues gibt. Wie oft passiert uns das im Alltag? Und vor allem merken wir selber noch, wie viel Zeit wir mit dem Handy verbringen?

Ich selber dachte immer, dass ich mich selber von der Generation Smartphone ausschließen könnte, bzw. ich nicht so sehr angewiesen auf mein Handy sei. Nur durch eine Unterhaltung, die ich führte, fing ich an, zu überlegen.

Inzwischen sind wir Menschen im allgemeinen Leben in den meisten Fällen 24 Stunden erreichbar. Man kann uns immer anrufen, eine SMS schreiben, eine Nachricht bei WhatsApp oder auch  bei Facebook. Ob wir sie nun mitten in der Nacht beantworten, ist eine andere Frage, aber unser Telefon würde sie empfangen. Oftmals ersetzt das Handy auch schon den Wecker, auch bei mir ist dieser Wandel eingetreten und mein Handy fungiert als Wecker. Auch ohne die Weckerfunktion ist oftmals der erste, morgendlich Griff zum Telefon fast schon Routine geworden für viele von uns, und auch hier kann ich mich inzwischen nicht ausschließen. WhatsApp-Nachrichten checken, Nachrichten abrufen, oder auch Facebook durchscrollen, was es so Neues gibt seit gestern Abend. Man realisiert gar nicht, wie viel Zeit eigentlich verwendet wird, um auf das Smartphone zu sehen. Oftmals sehe ich auch inzwischen Leute nebeneinander sitzen, gute Freunde, beide schauen auf ihr Smartphone, aber reden nicht miteinander, obwohl sie sich wahrscheinlich abgesprochen haben, sich zu treffen. Viele Leute mit Kopfhörern in den Ohren, die durch die Straßen gehen und mit der Luft sprechen. Doch der schlimmste Wandel in einigen Fällen ist tatsächlich die Nutzung des Handy im Straßenverkehr. Die Abhängigkeit einiger Menschen auch während sie ein Auto fahren, immer auf dem neusten Stand zu sein oder ein „wichtiges“ Telefonat zu führen. Es kann einfach nicht so wichtig sein, ein Anruf zu tätigen und dabei Auto zu fahren, das hat sicherlich noch zehn Minuten Zeit und man gefährdet dadurch, dass man sich nur aufs Autofahren konzentriert, keine anderen Menschen. Des Weiteren finde ich es auch bedenklich, in welchem Alter schon die Nutzung eines Smartphones da ist. Auch hier habe ich meine Bedenken, ob es so förderlich ist, in jungen Jahren (in Zahlen möchte ich einfach mal ein Alter zwischen 8 und 14 nennen) schon ein Smartphone zu haben und es so exzessiv zu nutzen.

Ich möchte keineswegs sagen, dass ein Smartphone etwas Schlechtes ist. Ganz im Gegenteil! Ein Handy bzw. ein Smartphone ist ein schönes Stück Technik, das wir haben. Und sicherlich auch in vielen Bereichen des Lebens eine Bereicherung für uns alle. Schließlich kann man nun jederzeit telefonieren, wenn es etwas Wichtiges gibt, oder Nachrichten schreiben, Bilder vom Urlaub schnell Freunden schicken, oder auch mit Freunden und Bekannten, die in einer anderen Stadt oder Bundesland wohnen, in Kontakt bleiben. Jedoch sollten wir alle ein wenig mehr darauf achten, wie oft und wie viel wir unsere Handys nutzen. Ich bin sicherlich nicht das beste Beispiel hierfür, das möchte ich gar nicht sagen.

Also wenn ihr das nächste Mal unterwegs seid: mit Freunden in einer Kneipe, zum Fußball, zum Jugendtreff oder sonstiges mit Freunden macht, stellt das Telefon doch auf Vibration, oder wenn ihr es schafft, macht es gar ganz aus und genießt die Zeit mit euren Freunden ohne nerviges Vibrieren, Geklingel oder was so ein Telefon sonst so macht. (Und ja Steffen, ich weiß, was du nun im Hinterkopf hast^^)

P.S: Wenn ihr nun mal ein wenig eure Handynutzung überwachen wollt, oder einfach mal sehen wollt, wie oft und wie lange ihr euer Telefon nutzt und was ihr eigentlich damit tut, empfehle ich hier an dieser Stelle eine App der Universität Bonn mit Namen „Menthal“. Diese App zeichnet euer Verhalten auf, wie lange ihr euer Telefon am Tag nutzt, wie oft ihr es entsperrt und auch für was ihr es nutzt. Es zeichnet dabei keine persönlichen Daten wie Telefonnummern oder Nachrichten auf, sondern nur wie viele Anrufe, SMS oder Nachrichten (z.B WhatsApp, Facebook etc) ihr tätigt. Also keine Sorge 🙂

Dennis

2 Antworten auf „Handynutzung?“

  1. Im Hinterkopf? Kaffeekochen?

    Wow, ich bin beeindruckt. Über diese Thematik debattiere ich des Öfteren, also witzig, dass du vor mir einen Beitrag dazu verfasst hast.

    So smart diese Phones auch sein mögen, das Denken ersetzen sie definitiv nicht. Auch so eine dumme Autokorrektur weiß nicht, was man eigentlich sagen will. Man kann sich darauf nicht verlassen, dennoch tun es viele. Was ich sehr bedauernswert finde.

    Wie so vieles kann man auch hier einfach nur sagen, Segen und Flucht, es gibt Vor- und es gibt Nachteile.

    Meine Nutzung kennst du, wenn ich unterwegs bin, bin ich unterwegs und kaum zu erreichen. Manchmal wäre es vom Vorteil, auch unterwegs online zu sein, diesen Luxus genießen zu können, doch so etwas wird rasch ausgenutzt – von daher bin ich froh, dass es ist, wie es ist.

    Weißt du, das Gute an einem Handy, egal ob Smartphone oder konventionell, ist, man ist immer erreichbar (sofern Akku und Empfang mitspielen). Das Schlechte allerdings ist, man ist immer erreichbar. 😉

  2. Nachtrag:
    Nun ist ein Monat knapp ins Land gezogen. Ein Monat, die diese App nun im Hintergrund auf meinem Telefon läuft. Und? Bin ich dadurch jetzt schlauer geworden? Sind meine Zeiten wirklich so erschreckend, wie es sich anfühlte. Also man mag sich wundern, wie oft man eigentlich am Tag sein Telefon ein- und ausschaltet. Denn auch dieses zählt die App. Die Zeiten wie lange ich mein Telefon nutze sind gar nicht so schlimm, wie es sich anfühlte, jedoch entriegel ich mein Telefon an freien Tagen sehr oft. Wie sieht es sonst mit den Funktionen aus, die diese App bietet:
    – Die Zeitmessung der Handynutzung funktioniert sehr gut. Außer man hat kein mobiles Datennetz eingeschaltet, dann zählt die App vermeintlich nicht die Zeit. Auch kann die App differenzieren. So rechnet sie dir keine Zeit an, wenn du Youtube nutzt auf deinem Handy.
    – Anrufe und Narchichten werden akurat gezählt, jedoch bezieht sich das Telefon in dem Falle auf die gute alte SMS, nicht auf WhatsApp oder sonstiges, schade eigentlich.
    – Die App misst deine Fröhlichkeit. Klingt komisch ist aber so. Du kannst regelmäßig am Tag einen Schieber verschieben, der einen Smiley verändert und an deine Fröhlichkeit anpassen, daraus errechnet er dir einen Wochendurchschnitt der Fröhlichkeit, ziemlich schwachsinnig aber nun ja.
    – Du kriegst eine Liste der Apps, die du genutzt hast. Ob nun eine Wochenübersicht oder eine Tagesübersicht, auch eine Monatsübersicht ist möglich, diese drei Optionen hast du. Die App wird dir mit Zeit und einer Prozentzahl angegeben.
    – Auch könntest du deine Aufenthaltsorte überwachen, dazu kann ich aber keine Angaben machen. Denn das war für mich relativ uninteressant.
    FAZIT
    Alles in allem eine nette Spielerei, die der Uni unter Umständen weiter geholfen hat. Für mich eine nette Visualisierung meines Umgangs mit meinem Telefon. Wenn dich deine Handynutzung interessiert, ist diese App definitiv mal einen Blick wert. Zu finden im Play Store bei Android-Nutzern. Wie es mit Apple’s IOS aussieht, kann ich nicht sagen.

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