Nicht ganz so bö(h)se

„Symphonien und Sonaten“ ist für mich bislang das beste Album der Deutschrockband Böhse Onkelz, die schon so manchen schwachen Geist dazu verführt hat, böse mit h zu schreiben. Endlich mal steht auf einem Album Onkelz drauf, wo eigentlich gar keine Onkelz drin sind. Das mag dem ein oder anderen Fan übel aufstoßen, viele vermissen die Stimme, über dessen Wegfall ich mehr als erfreut bin. Denn die war nach meinem Geschmack oft das Schlimmste an den Liedern, die Stimme selbst und die Aussprache einiger Wörter.

Mit „Symphonien und Sonaten“ gelang es, die alten Onkelz-Hits auch für mich hörbar zu machen. Man sollte es jedoch nicht mit klassischer Musik verwechseln, die Songs wurden lediglich mit Instrumenten der Klassik aufgenommen, eingespielt vom Bratislava-Sinfonieorchester. Ähnlich wie man es schon von Apocalyptica kennt, übernehmen Instrumente auch hierbei die Gesangsmelodie.

Fazit: Man könnte also vereinfach sagen, dass das Orchester die Lieder bloß nachspielt (als hätte man Midi-Dateien von den Liedern und würde bloß die Instrumente ersetzen). Wer auf Gesang von Russell hofft, hofft vergebens. Als echter Fan kennt man die Texte doch sowieso, so dass man auch auf die sanften Klänge gröhlen kann.

Wie gefällt dir dieses „Onkelz-Album“? Schreib’s in die Kommentare!

PS. Ggf. werde ich das hier erweitern, wenn ich mir alles komplett angehört habe.

Eine Antwort auf „Nicht ganz so bö(h)se“

  1. Nicht ganz so böse trifft es.
    Ich muss zugeben, ich war gespannt, wie gut das funktioniert, Deutschrock nun einfach durch ein Orchester zu ersetzen. Aber zu meiner Begeisterung klappt das sehr gut, bis auf ein bis zwei Ausnahmen.
    Ich habe das Album nun mehrfach durchgehört, sowohl Zuhause als auch im Auto, während ich gefahren bin. Das Album ist durchaus tauglich für den Alltag. Klar, die Leute gucken merkwürdig, wenn man solche Musik im Auto hört.
    Dieses Album macht sehr viel Spaß, auch ohne Gesang (auch ertappte ich mich immer wieder, die ich für mich den Text sang auf die Melodie des Orchesters).
    Die Songauswahl ist sehr gut gewählt; mit Ausnahme von Freddy Krüger, diese Konvertierung ist nicht gut gelungen. Das restliche Album ist von in Ordnung bis sehr gut vertreten. Am positivsten überrascht, hat mich tatsächlich die Umsetzung des Songs „Macht für den, der sie nicht will“, und sogleich ist er mein Favorit neben „Der Platz neben mir“.
    Alles in allem ein Album, das man sich durchaus gerne und gut anhören kann. Sowohl Onkelz Fans, als auch Außenstehende machen hier nichts falsch. Reinhören lohnt sich.

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