Hätte Bovenau den Gegner mal ernst genommen

Am Wochenende endete eine sehr intensive Partie zwischen der SG Felde/Stampe 3 und dem SV GW Bovenau mit einem 1:0 in Strohbrück.


Wenn ein Ersatztorwart, der auch gerne mal in der Abwehr spielt, plötzlich als Stürmer eingesetzt wird und einen Strafstoß schießen soll, bekommt das Wort „Elfmeterkiller“ gleich eine andere Bedeutung. Ansonsten schenkten sich die beiden Mannschaften nichts: Der Halbzeitstand 0:0. Grün-Weiß Bovenau hielt mit der favorisierten Heimmannschaft mit.

Leider schlug das Verletzungspech zu, so dass Bovenau schon früh wechseln musste. Das „Problem“ daran: Für ein Sonntagspiel hatte der SV herzlich wenig Spieler als Reserve dabei, nur zwei. Der zweite Wechsel erfolgte zur Pause.

Da die SG Felde/Stampe zuvor die Seitenwahl gewann, hatte sie um 14:14 Uhr den Anstoß zur zweiten Halbzeit und musste gegen Wind und Sonne anspielen. Dies hinderte die Gastgeber aber nicht daran, sich weitere Chancen zu erarbeiten.

Mit einer Glanzparade verhinderte Bovenaus Nummer 1 Funck in der 53. Spielminute einen potenziellen Gegentreffer und wehrte den Ball zum Eckstoß für die SG ab.

Und plötzlich war er da doch, der Führungstreffer der SG in der 81. Minute überraschte nicht nur die Zuschauer. Daraufhin stellte die Heimmannschaft ganz offensichtlich ihr Spiel um und versuchte Zeit zu gewinnen, worin aktiven Spieler auch durch ihre Auswechselbank und Anhang bestärkt wurden, was zur finalen Spielszene führte.

Nach einigen Kleinigkeiten, wie etwa, dass ein vom Schiedsrichter geforderter Ersatzball nur an die Mittellinie gelegt wurde, nachdem der Spielball ungefähr auf Strafraumhöhe weit ins Aus gebolzt wurde, ging es so weit, dass ein Auswechselspieler den Bovenauer Einwurf verhindern wollte, indem er den Spielball wegschoss, wobei er nur einen seinen Anhänger traf, an dem der Ball wieder zurück Richtig Spielfeld abprallte. Daraufhin versuchte dieser den Ball aufzuheben, um diesen dann wegzuwerfen, doch Bovenaus Defensivkraft Batzing kam diesem zuvor und stieß den Auswechselspieler aus Versehen gegen die Spielfeldbande, als er den Ball sichern wollte, woraufhin dieser theatralisch zu Boden ging und sich die Fan- und Auswechselmeute gen Spielfeld bewegte. Der Unparteiische deeskalierte die Situation mit dem Platzverweis für Batzing und pfiff das überfällige Spiel danach auch ab. Durch diesen Rettungsversuch musst(e) Bovenau zwei Spiele auf seinen Abwehrspieler verzichten, der aufgrund der klaren Provokation von außerhalb „nur“ die Mindesstrafe erhielt.

Manchmal fragt man sich echt, wieso sich Grün-Weiß Bovenau mit „kleineren“ Gegnern so schwer tut, wenn die Mannschaft doch gut mit den Spitzenklubs ihrer Klasse mithalten kann, egal ob gegen den OTSV, Felde/Stampe oder auch kürzlich Neudorf-Bornstein, leicht gemacht hat es der SV keinem.