(Mehr als) der letzte Pflichtpunkt

Theoretisch hätte der SV Felm dem Aufstieg der SG BOB Eiderkanal vor diesem Spieltag noch gefährlich werden können, doch in der Praxis wäre dies schwer umsetzbar gewesen. Die letzten beiden Spiele hätte der SV sehr hoch gewinnen müssen, um punktgleich mit der SG zu sein und an deren Tordifferenz heranzukommen, während die BOBs die drei letzten Spiele hätten verlieren müssen. Ein einziger Punkt, also ein Unentschieden gegen die zweite Mannschaft des TSV Vineta Audorf, hätte am Sonntag, d. 22. Mai, bereits genügt, dass die SG BOB Eiderkanal in ihrer zweiten Saison aufsteigt, nachdem sie letztes Jahr in ihrer ersten Saison „nur“ Zweiter geworden ist.

Wie bereits im Hinspiel übernahm der Unparteiische Wulf die Spielleitung. Die Audorfer machten von Anfang an klar, dass sie in diesem Derby nichts an die SG BOB zu verschenken hatten.

Nach jeweils einem Tor von Janine Feulner (33. Minute) und Tomke Kunft (38. Minute) stand es in der Pause 2:0 für die Gastgeber.

Die zweite Halbzeit ging rasant los. In der 49. Minute schoss Nadine Schnaars, die sich ja noch immer das Ziel gesetzt hat, die Torjägerin Kaiser vom SV Felm vom 1. Platz zu verdrängen, gegen Audorfer Pfosten. Und nun zwei Minuten später fand das Geschehen im Strafraum der BOBs statt. Ein Zusammenprall einer Audorf- und zweier BOB-Spielerinnen führte zur Strafstoßentscheidung – wieso auch immer?! Diesen Strafstoß konnte Alina Möller nutzen, um Vineta Audorf wieder ins Spiel zu bringen. Doch nur fünf Minuten später in der 56. Spielminute traf Katja Reimers für die SG BOB.

Für etwas Auflockerung und Gelächter sorgte ein versehentlicher Treffer zwischen die Beine des Schiedsrichters, der noch souverän im Fall das Spiel unterbrach. Hilfe war schnell zur Stelle, so spritzte Vineta-Trainer Thodt die Shorts des Schiris mit Eiswasser nass. Einmal noch kurz durchgeschnauft und weiter ging’s.

Nach Toren der BOBs in der 74. und 89. Minute endete das letzte Heimspiel mit 5:1 siegreich für die SG BOB, die somit auch ihren Pflichtpunkt (und zwei weitere) erspielen konnte und ihr Ziel erreicht hat: Meister der Kreisklasse A West – Aufstieg 2016 in die Kreisliga.

Im Anschluss wurde Trainer Marc Feulner von seinen Mädels noch mal ordentlich nass gemacht – mit Smartphone in der Tasche. Der Versuch eine Sektflasche zu öffnen, nahm einige Zeit in Anspruch, worauf noch ein verdienter Humba-Freudentanz folgte (Video).

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