Kein Tor für Guntershausen

In der Erwartung ein spannendes und hitziges Derby mitzuerleben, radelte ich am Sonntag nach Guntershausen. Doch die von mir erhoffte Spannung und die beheimateten (sowie verfeindeten) Fanmassen blieben aus – ebenso wie die Tore der Heimmannschaft trotz vieler Chancen. Am Ende setzten sich die Gäste aus Rengershausen sogar mit einem absolut unverdienten 0:2 durch. Richtig hitzig wurde es dann im Anschluss des Spiels, als es mannschaftsinterne Differenzen bei den Guntershausenern gab.

Den Kickoff der Partie hatten die Gäste um 15:01 Uhr, die Heimmannschaft spielte mit der Sonne im Rücken. Und ich schreibe extra „Kickoff“ weil es sich um keinen herkömmlichen Anstoß handelte, sondern der Ball nur in die gegnerische Hälfte getreten wurde, so dass die Guntershausener so dann ins Spiel einsteigen konnten. Das war eine von mehreren Sonderheiten in diesem Spiel – oder vielleicht in Nordhessen? Dazu gehörte auch das Wendeln mit den Fähnchen von willkürlichen Beteiligten, auf die sich der Schiri dann verlassen hatte.

Die Rengershausener machten von Anfang an Druck, so dass die Guntershausener kaum aus ihrer Hälfte herauskamen. In der 9. Minute sorgte eine kurze Berührung vorab dazu, dass es sich um einen Rückpass handelte, als der Torwart von Guntershausen den Ball aufnahm. Das Handspiel führte zu einem Freistoß im Strafraum, der jedoch ohne Erfolg blieb.

Der erste Wechsel des Spiel erfolgte bereits in der 12. Spielminute auf Seiten der Gäste.

Erst nach einer guten Viertelstunde gelang den Weiß-Schwarzen der erste Torschuss, wenige Minuten später vereinten sich Ball und Netz, jedoch wurde der Angriff abgepfiffen.

Etwas unglücklich war der Ballverlust von Patalong in der 31. Minute. Nachdem sich der Kapitän gegen mehrere Rengershausener durchsetzen konnte, stolperte er und berührte im Fall den Ball, dies führte zum Freistoß wegen Handspiels.

Mit einem torlosen Unentschieden ging es also in die Pause.

Um 15:57 Uhr startete das Spiel in die zweite Hälfte und nur zwei Minuten später ging die Gastmannschaft in Führung. Guntershausen wechselte.

Besonders in der zweiten Halbzeit häuften sich die Chancen bei der Heimmannschaft, die jedoch alle nicht den erhofften Erfolg versprachen. Alu in der 63. Spielminute und nach einem verletztungsbedingten Wechsel in der 69. Minute ebenfalls, diesmal an den anderen Pfosten. Immer wieder knapp, aber auch immer wieder erfolglos blieben jene Bemühungen.

Umso ärgerlicher war der Treffer zum 0:2 in der 81. Minute. Zum Ende wurde noch ein bisschen gewechselt, teils sicherlich auch um etwas Zeit gutzumachen. Den Guntershausenern gelang es trotz ihres Kampfgeistes nicht mehr, das Spiel irgendwie noch zu retten. Daher war am Ende auch der Unmut über die Leistung des Schiedsrichters groß, der den Anschein erweckte, er habe seine Karten vergessen. Klare Fouls wurden weder gepfiffen, noch geahndet. Beispielsweise kenne ich es so, dass wenn ein gegnerischer Spieler in voller Absicht einen Freistoß behindert, dass dies eine gelbe Karte nach sich zieht.